Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (STA)

Mit Perspektive leben …

Gott fängt immer wieder neu mit uns an. Er erfindet für uns ein Morgen, bevor wir unter der Last unserer eigenen Gegenwart zerbrechen. Gott sorgt vor, er installiert ein Konzept, einen Freiraum – einen Freiraum der Liebe: Gott segnet den siebenten Tag und heiligt ihn. Erstaunlich, mitten im Strom der Zeit ein besonderer Tag – ein Tag der Begegnung und der Gemeinschaft, vor allem mit Gott.

Wie fürsorglich, uns gleich von Anfang an ein Zur-Ruhe-Kommen und ein Aufatmen zu ermöglichen, als festen Bestandteil der Woche. Mittendrin im Leben sein, sich aber nicht darin verlieren müssen. Sechs Tage machen, einen Tag sein. Da-Sein. Sabbat als Prinzip – um Aufzuatmen, ein Gegentrend zum Zeitgeist. Ja, es gibt doch ein Genug – nein, heute brauche ich nicht noch mehr. Der Sabbat als besondere Zeit. Gottesdienst feiern. Beziehungen pflegen. Teil einer größeren, uns umgebenden Schöpfung sein. Der Sabbat erinnert daran. Einfach leben.

Gott ist unglaublich kreativ, denn Leben soll gelingen, nicht nur am Sabbat; er selbst will Hoffnung schenken, Hoffnung für morgen – Grundlage ist die Bibel: Gott will ein zweites Mal kommen, das Elend endgültig beseitigen, das Leben neu gestalten. Perspektiven, die weit über den Alltag hinausgehen. Der Sabbat ist ein Vorgeschmack davon. In Gott geborgen und getragen sein. Heute das Leben mit anderen teilen und gemeinsam aufatmen. Mit offenen Augen in der Nachbarschaft leben; entdecken, wo Gott uns heute brauchen kann. Gott gibt Mut und Weisheit dazu, gerade für die kleinen Schritte. Aber wir verlieren Gott und uns selbst, wenn wir uns in Scheinwelten flüchten, wenn wir diese Insel in der Zeit und die Perspektive nach vorne aus den Augen verlieren …

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