Katholisches Bistum der Altkatholiken

Geborgen in Gottes Liebe

1. In deiner Schöpfung birgt sich dein Gesicht,
in stiller Ordnung, die den Kosmos hält,
in Pflanze, Tier und Vielfalt dieser Welt.
Was du geschaffen hast, verlässt du nicht.
2. Welt ist nicht nur, was Menschenaugen sehn,
und Ordnung mehr, als wir davon verstehn.
Anfang und Ziel – dir, Einziger, gehört’s,
denn größer bist du, Gott, als unser Herz.
3. Im Brot und Wein enthüllst du dein Gesicht.
In dem, was wir gesät auf unserm Feld,
kommt Christus, deine Liebe, in die Welt.
Du lässt dein pilgernd Volk verhungern nicht.
4. Brot bleibt nicht Brot und Wein bleibt nicht nur Wein:
Dein Kind macht Schwaches stark und Großes klein.
Auflebt die Saat, der Keim treibt himmelwärts,
denn größer bist du, Gott, als unser Herz.
5. Im Menschenantlitz schaun wir dein Gesicht.
In seinen Wunden und in seiner Angst
zeigst du, dass du um Heilung mit uns bangst.
Du löschst die schwache Glut des Dochtes nicht.
6. An unsern Kreuzen bleibt die Sehnsucht heil:
Wir nehmen, Gott, an deinem Leben teil.
Schuld bleibt nicht Schuld und Schmerz ist nicht mehr Schmerz,
denn größer bist du, Gott, als unser Herz.
Text: Bischof em. Joachim Vobbe 1995

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