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Die deutschen Baptistengemeinden sind Kinder der Erweckungsbewegung des frühen 19. Jahrhunderts. Die ersten deutschen Baptistengemeinden entstanden durch die Arbeit des Missionars und Buchhändlers Johann Gerhard Oncken (1800-1884). Unter dem Druck des NS-Regimes schloss sich der Bund der Baptistengemeinden 1942 mit einer verwandten freikirchlichen Gruppierung zusammen, den heute sogenannten Brüdergemeinden. Der gemeinsame Bund erhielt den offiziellen, noch heute gültigen Namen Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG).
Die Brüdergemeinden pflegen ihr spezielles geistliches und strukturelles Erbe in einer Arbeitsgemeinschaft innerhalb des Bundes, aber auch mit den Gemeinden ihrer Tradition, die nicht dem Bund angehören, so wie es für die Baptistengemeinden nie fraglich war, ihre engen Beziehungen zum Weltbaptismus zu pflegen. Höchstes Organ des BEFG ist der Bundesrat, die jährliche Tagung der Abgeordneten aus den Gemeinden. Der Bundesrat wählt das ehrenamtlich besetztes Präsidium des Bundes, das die geistliche Leitung des Bundes verantwortet. Die Geschäftsstelle des Bundes in Elstal bei Berlin wird von der Bundesgeschäftsführung geführt. Diese besteht aus der Generalsekretärin, dem kaufmännischen Geschäftsführer und den Leitern der vier Dienstbereiche: Mission, Gemeindeentwicklung, Gemeinde Jugendwerk und Ordinierte Mitarbeiter. Der Bund besteht aus rund 85.000 Mitglieder in 835 Gemeinden (davon 9.000 Mitglieder in 136 Brüdergemeinden). Der Bund ist unterteilt in regionale Landesverbände. Der Landesverband Thüringen hat 20 Baptisten und 5 Brüdergemeinden mit etwas über 2.000 Mitgliedern. Kontakt: Pastor Karl Flentje, Stüler Straße 1b, 99974 Mühlhausen
Stand: 01.Dezember 2007 |