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Die Religiöse Gesellschaft der Freunde wurde Mitte des 17. Jahrhunderts von George Fox in England gegründet. Bald schon bürgerte sich der Name „Quäker“ für sie ein. Erste Quäker-Andachten in Deutschland fanden im 18. Jahrhundert im Raum Bad Pyrmont/Minden statt. Die Aktivitäten dieser frühen deutschen Quäker erloschen jedoch bald wieder, und erst nach dem 1. und 2. Weltkrieg machte die Hilfsaktion „Quäkerspeisung“ für deutsche Kinder durch englische und amerikanische Quäker das Quäkertum in Deutschland wieder bekannter. 1925 wurde die Deutsche Jahresversammlung gegründet, 1932/33 das 1800 erbaute Quäkerhaus in Bad Pyrmont neu errichtet. Die Quäker bekennen sich zu einem dogmenfreien Weg der Nachfolge Christi im Geist der Liebe und der Wahrheit. In den Andachten der deutschen Quäker gibt es keine Rituale, sie sind vorwiegend schweigend; während der Andacht sprechen nur diejenigen Teilnehmer, die sich innerlich in einem gegebenen Moment dazu berufen fühlen. Die Quäker streben nach Wahrhaftigkeit, Gleichheit, Einfachheit, Frieden (Gewaltfreiheit) und Bewahrung der Schöpfung, lassen sich jedoch nicht auf bestimmte Bekenntnisse verpflichten. Alle Quäker sind Laien, Ämter werden ehrenamtlich ausgeübt. Die Deutsche Jahresversammlung zählt derzeit (2011) 269 Mitglieder (in Thüringen: 4), die in 7 geographischen Bezirken sowie mehreren lokalen Andachtsgruppen organisiert sind (in Thüringen: Erfurt). Kontakt: Dr. Ursula Seibold-Bultmann
Stand: 02.Februar 2011 |